Die private Krankenversicherung (PKV) ist nicht für jeden zugänglich und sinnvoll. Sie richtet sich vor allem an bestimmte Personengruppen und sollte immer sorgfältig geprüft werden. In die PKV wechseln können insbesondere:
- Beamte und Beamtinnen
- Selbstständige und Freiberufler
- Studierende
- Angestellte mit einem regelmäßigen Jahresbruttoeinkommen über der Beitragsbemessungsgrenze (2026: mindestens 77.400
Euro)
Besonders attraktiv ist die PKV für Beamte und Beamtinnen, da sie durch die Beihilfe von häufig sehr guten Konditionen und einer deutlich umfangreicheren Versorgung profitieren.
Für alle anderen Personengruppen gilt: Ein Wechsel in die PKV lohnt sich nur unter bestimmten Voraussetzungen und sollte gut überlegt sein. Gerade vor dem Hintergrund steigender Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist ein strukturierter Vergleich sinnvoll.
Wichtig: Ein Wechsel in die PKV sollte nur dann erfolgen, wenn die Beiträge auch langfristig – insbesondere im
Alter – dauerhaft tragbar sind. Ein späterer Wechsel zurück in die GKV ist in der Regel nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.
Warum sich die PKV für gut verdienende Angestellte lohnt
Sie sind angestellt, verdienen gut und fragen sich, ob die private Krankenversicherung für Sie die bessere Wahl ist?
Für viele gut verdienende Angestellte bietet die PKV mehr Leistungen, mehr Gestaltungsspielraum und häufig eine gezieltere Absicherung als die gesetzliche Krankenversicherung.
Wir prüfen für Sie:
- ob ein Wechsel in die PKV für Sie rechtlich möglich ist
- ob sich der Wechsel langfristig für Sie lohnt
- welcher Tarif zu Ihrer persönlichen Lebensplanung passt
👉 Unabhängig, transparent und ohne Verkaufsdruck.
Wann dürfen Angestellte in die PKV wechseln?
Als Angestellte oder Angestellter können Sie in die PKV wechseln, sobald Ihr regelmäßiges Jahresbruttoeinkommen über der sogenannten Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) liegt.
Ab diesem Zeitpunkt gelten Sie nicht mehr als versicherungspflichtig und haben die Wahl zwischen gesetzlicher und
privater Krankenversicherung.
Hinweis: Der Wechsel ist an klare gesetzliche Voraussetzungen und Fristen gebunden. Eine frühzeitige und saubere
Planung ist daher entscheidend.
Warum ist die PKV gerade für Gutverdiener attraktiv?
Individuelle Leistungen statt Einheitsversorgung
In der PKV bestimmen Sie selbst, wie umfangreich Ihr Versicherungsschutz ist, zum Beispiel bei:
- ambulanten und stationären Leistungen
- Wahlleistungen im Krankenhaus
- Qualität und Komfort der medizinischen Versorgung
Beiträge nicht automatisch einkommensabhängig
Während sich die Beiträge in der GKV mit steigendem Einkommen automatisch erhöhen, orientieren sich die PKV-Beiträge an:
- Eintrittsalter
- Gesundheitszustand
- gewähltem Leistungsumfang
Das kann für Gutverdiener finanziell attraktiv sein – bei gleichzeitig höherem Leistungsniveau.
Arbeitgeberzuschuss auch in der PKV
Auch in der PKV erhalten Angestellte einen Arbeitgeberzuschuss bis zur gesetzlich festgelegten Höchstgrenze. Der Beitrag muss also nicht vollständig allein getragen werden.